Land unter - Hochwassereinsatz in Kobenz


Am Samstag, den 5. August gegen 21.00 Uhr zog eine mächtige Gewitterzelle mit Starkregen, Sturm und Hagel über das Murtal und entlud sich in Seckau und Kobenz mit bis zu 77 Liter/Stunde. Dadurch schwoll der Kobenzerbach und andere kleinere Gerinne stark an und eine Überflutung ungeahnten Ausmaßes zog eine Spur der Verwüstung durch Kobenz.

Zahlreiche Brücken des Kobenzerbaches wurden verklaust und dieser trat so gewaltig über die Ufer, sodass er Keller und Wohnräume sowie landwirtschaftliche Gebäude teilweise komplett überflutete. Weiters wurden sogar 15 Pkw im Bereich Kobenz von den heranbrausenden Wassermassen mitgerissen. Auch das Gartenfest der LJ Kobenz, welches um 21.00 Uhr mit dem Einlass begann, musste abgesagt und hunderte Gäste aus dem Areal evakuiert werden. Im Sekundentakt kamen die Schadensmeldungen über den Feuerwehrnotruf und da auch das Rüsthaus Kobenz selbst überflutet war, entschloss sich der Einsatzleiter Oberbrandinspektor Gerhard Mayer die Einsatzleitung in die Landwirtschaftliche Fachschule Kobenz zu verlegen und zahlreiche Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld zu alarmieren. In kurzer Zeit standen, ab der Alarmierung gegen 21.45 Uhr sieben Feuerwehren mit 15 Einsatzfahrzeugen und mehr als 100 Mann zur Abarbeitung der zahlreichen Einsatzadressen bereit. Weiters wurde auch die Bevölkerung mit dem Sirenenwarnsignal "Warnung" über die Katastrophe informiert und in weiterer Folge auch von der Behörde Kobenz zum Katastrophengebiet erklärt.

Die Schadensabwehrmaßnahmen und Aufräumungsarbeiten durch die Feuerwehrkräfte wurden auch am Sonntag mit frischen Kräften in derselben Intensität weitergeführt, um Keller auszupumpen und zu reinigen, Veklausungen entfernen, unbrauchbar gewordene Güter aus Wohnräumen und Wiesen zu entfernen, sowie Straßen und Wege zu säubern. Insgesamt standen an diesem Tag 200 Einsatzkräfte mit 24 Feuerwehrfahrzeugen des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld im Einsatz. Am Vormittag besuchte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Michael Schickhofer das Katastrophengebiet in Kobenz und beide machten sich persönlich ein Bild über das Schadensausmaß.

Am Montag traf um 08.00 Uhr ein KHD-Zug (Katastrophenhifsdienst) aus dem Feuerwehrbereich Graz Umgebung mit 77 Kameraden und Kameradinnen ein, um mit ihren 15 Fahrzeugen und Gerätschaften die noch letzten größeren Einsatzadressen abzuarbeiten und die Straßen in Kobenz zu säubern.


Erstaunlich war auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Zahlreiche Frauen und Männer boten sich sofort an, um anzupacken und den Betroffenen zu helfen. Viele kamen auch mit Essen und Getränke, um die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer auf diese Weise zu unterstützen. Ebenfalls wurden die Einsatzkräfte von vielen Gastronomiebetrieben in Kobenz mit Einladungen zum Essen und mit Lunchpaketen unterstützt, aber auch viele andere Firmen stellten Essen und Getränke zur Verfügung. Dafür an alle ein HERZLICHES DANKE.

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